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Ernährungsmythen

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Ernährungsmythen

Es gibt zahlreiche Ernährungsmythen. Spinat enthält viel Eisen, Honig ist besser als Zucker, Kartoffeln machen dick etc. Was wirklich dahinter steckt lesen Sie hier!

Mythen rund ums Essen:

Spinat enthält ganz besonders viel Eisen!

Spinat enthält Eisen, keine Frage. Aber niemals soviel, wie ursprünglich angenommen wurde. In alten Nährwerttabellen wird der Eisengehalt von Spinat mit 35mg/100g angegeben. Bei dieser Angabe handelt es sich definitiv um einen Irrtum, der sich jedoch hartnäckig hält. Getrockneter Spinat mag diese Eisenmenge haben, frischer Spinat enthält maximal um die 4mg/100g. Bohnen und Linsen enthalten dagegen wesentlich mehr Eisen, nämlich ca. 6mg/100g.


Kartoffel machen dick!

100g Kartoffel haben ca. 100 kcal. Werden Kartoffel zu Pommes, oder Chips verarbeitet, oder Ofenkartoffel mit fetten Rahmsaucen serviert, dann ist es in jedem Fall die Zubereitungsart mit den meist fetten Zutaten, die sich zu Buche schlagen, aber niemals die Kartoffel per se.


Ein Pflanzenöl mit der Aufschrift „cholesterinfrei“ sollte den Pflanzenölen ohne Aufschrift bevorzugt werden.

Da Cholesterin nur in tierischen Lebensmitteln vorkommen kann, ist es unmöglich, dass ein pflanzliches Produkt, also auch Pflanzenöle, Cholesterin enthalten. Ob mit, oder ohne Aufschrift: Pflanzenöl enthält niemals Cholesterin.


Honig ist besser als Zucker!

Honig besteht zu 80% aus Zucker ( Fructose und Glucose) und zu 20% aus Wasser. Sowohl Zucker als auch Honig sind kariogen.
Honig wird immer wieder eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, die aber bis heute noch nicht bewiesen werden konnte.
Honig enthält zwar Vitamine, jedoch in ausgesprochen geringen Mengen. Bei der Deckung des täglichen Bedarfs an Vitaminen spielt der Honig keine Rolle, der noch dazu im Allgemeinen in relativ geringen Mengen konsumiert wird.
Ein Argument spricht jedoch sehr wohl für die Verwendung von Honig, und das ist der Geschmack.

Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker!

Nein! Man kann es drehen und wenden wie man will: Zucker bleibt Zucker, ob braun oder weiß. Der einzige Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass beim braunen Zucker Sirup an den Zuckerkristallen klebt, was dem braunen Zucker ein beinah malziges Aroma gibt. Einzig und allein der Geschmack unterscheidet braunen und weißen Zucker!

Um abzunehmen, sollte man am Abend nichts mehr essen!

Wer diesen Glaubenssatz so interpretiert, dass er/sie das Abendessen streicht und somit die Kalorienzufuhr senkt, wird auch das eine oder andere Kilogramm verlieren.
Wer jedoch die nur darauf schaut, bis 16:00 alle Mahlzeiten untergebracht zu haben und darauf hofft, dass die Produktion der Fettzellen ab 16:00 Dienstschluss hat, der irrt.
Die Tageszeit, wann eine Mahlzeit eingenommen wird, hat keinen Einfluss auf das Gewichtsmanagement. Entscheidend ist immer die Gesamtkalorienzufuhr auf der einen Seite und der Kalorienverbrauch auf der anderen Seite innerhalb von 24 Stunden.


Ein dunkles Weckerl ist gesünder als ein Semmerl

Mit gesünder wird in den meisten Fällen ballaststoffreicher und damit länger sättigend gemeint sein. Wenn das dunkle Weckerl ein reines Vollkornweckerl ist, dann hat es auch mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe, als Weißbrot. Meist oder zumindest sehr oft, handelt es sich aber bei dunklem Gebäck um ganz normales Weißmehlgebäck, welches mit Malz eingefärbt wird. Viele Billigbäckereien haben den Trend erkannt, dass Konsumenten eher zu dunklerem Gebäck greifen.
Etikettenlesen oder den Bäcker fragen, ob es sich um ein Vollkornprodukt handelt hilft.


Isst man am Abend einen Apfel, dann beginnt dieser zu gären

Weder ein Apfel noch eine andere Obstsorte belastet den Magen- Darmtrakt. Auch eine Gärung hat nichts mit der Uhrzeit zu tun, wann ein Apfel gegessen wird. Es wird auch kein Alkohol gebildet. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Wird dennoch ein subjektives Unwohlsein nach dem Verzehr von rohem Obst am Abend verspürt, isst man das Obst entweder früher oder kocht es.

 

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